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-Das Leben-
 

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Zukunft 2.0

Hier eine bearbeitete/ergänzte Version eines früheren Eintrags, dessen Thema mich immer mal wieder beschäftigt, wie wahrscheinlich auch von euch einige: die Zukunft.Zukunft - was heißt das eigentlich? Ganz rational gedacht würde ich behaupten, dass die Zukunft, die Zeit nach der Gegenwart ist. Die Zeit, die nicht zur Vergangenheit gehört und nicht gegenwärtig ist.Aber warum kann dann ein so sachlich verwendetes, klar auf die Festlegung eines bestimmten Zeitabschnittes spezialisiertes Wort, so viele verschiedene Emotionen in einem Menschen hervorrufen? Und ist dieser Zeitabschnitt überhaupt so sachlich und klar formuliert, wie ich bisher immer dachte? Gibt es überhaupt eine Zukunft? Ich hab sie noch nie erlebt, immerhin lebe ich nur in der Gegenwart. Ist das nicht so die Angewohnheit der menschlichen Natur alles, was nicht greifbar ist zu hinterfragen? Und warum machen wir uns gerade darüber immer so viele Gedanken, was noch kommen mag, über dieses kleine Wort, das von großer Bedeutung für uns alle ist?Zukunft. Das verbinde ich mit Hoffnung und mit Glauben. Wie soll jemand ohne eine Zukunft auf Besserung hoffen? Auf Veränderung? Gäbe es Veränderungen überhaupt, wenn es keine Zukunft gäbe? Ich meine man hätte nur noch vergangene Veränderungen zu bestaunen, weil alle in der Gegenwart unternommenen Versuche etwas zu verändern scheitern würden ohne die Zeit und die Zukunft, oder ist das zu abstrakt?Manche Menschen glauben auch an eine Zukunft nach dem Tod, mit Gott finden sie Hoffnung, da es durch ihren glauben eine Zukunft gibt. Hoffnung auf eine Fortsetzung des Glücks der Gegenwart oder Hoffnung auf eine Veränderung zum Guten hin. Zukunft kann alles bedeuten und alles geben. Wenn einem Menschen die Zukunft genommen wird, was hat er dann noch, wofür es sich lohnt zu kämpfen und zu leben als der Augenblick??Das Fehlen der Zukunft kann dem Menschen also helfen, ihn in seinem Leben und Denken beeinflussen, aber auch in die Tiefe hinabstürzen lassen.Ohne sich zu viele Gedanken über die Zukunft zu machen, lebt man leichter.Man denkt nicht darüber nach, was morgen kommt. Man denkt nicht darüber nach, dass morgen alles vorbei sein könnte. Man lebt im hier und jetzt. Die Momente sind alles, was als wichtig erscheint. Ohne Zukunft, kann es leichter sein, man kann aber auch die Hoffnung verlieren, wütend sein, trauern, einfach weil einem die Fortsetzung genommen wird. Ein Leben ohne Zukunft ist ein Epilog eines Romans ohne Fortsetzung. Das endgültige Ende. Das etwas vor dem Nichts. Zukunft ist abstrakt. Sie ist veränderbar, oder doch vorherbestimmt? Mit ihr beschäftigt sich jedes denkende Wesen irgendwanneinmal und wenn es eines gibt, was gänzlich im Dunkeln liegt, obwohl man glaubt so viel über sie zu wissen, sei es als Wettervorhersage oder als Horoskop, ist es die Zukunft.Die Zeit nach der Zeit, die ich zurzeit als Gegenwart erlebe.Die Zeit, die schon bald aber meine Vergangenheit sein wird. Die Zukunft.

9.11.16 08:16

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pascale (2.8.15 18:04)
Mal wieder viele Grüße

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