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-Das Leben-
 

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Leben-Tragödie oder Komödie!?

Es geht wiedermal um Veränderungen, das Thema beschäftigt mich erstaunlich oft...In den letzten Monaten habe ich Pikachu aus der Kategorie "meine erste große Liebe" (mir ist bewusst, dass eine Kategorie für nur eine Person sinnlos ist, das ist aber nur metaphysisch gemeint und ich bin nicht Goethe zu meinem damaligen Bedauern in die schon ohnehin überfüllte Schublade der "Menschen, die mich verraten, hintergangen und/oder enttäuscht haben" gequetscht. Es hat an sich schon ewig gedauert, bis ich nicht mehr traurig war oder ihm hinterhergeheult habe, aber als es dann endlich soweit war, da hab ich ihn ihn die Kategorie "Menschen, die in meinem Leben nichts mehr zu suchen haben" gesteckt. Ich dachte da würde er bleiben uns ich wäre vor ihm sicher. Und nebenbei bemerkt: (das könnt ihr mir glauben) ich habe die Tür zu dieser Kategorie praktisch zugeknallt, abgeschlossen und mit Brettern vernagelt. Mit der Zeit allerdings (die anscheinend Wunden heilt) wurden die Bretter morsch, die Nägel rosteten, fielen auseinander und dann kam da auch noch dieser bescheuerte Wind der Erinnerung. Er machte mich schwach, ich bemerkte, dass ich ohne ihn in meinem Leben oder auch nur in meinem Umfeld öfter an ihn dachte, wenn ich ihn ignorierte als wenn ich ihm Hallo sagte und dem ganzen keine Bedeutung gab. Als die Tür also offen stand, da hat er sich leise in meine Kategorie Freundschaft begeben, weshalb der Eintrag hier auch (anders als all die vorigen) in dieser Kategorie verfasst wurde. Freunde. Freunde, das sind wir also dann wohl. Diesem Kompromiss bin ich eingegangen um über ihn hinweg zu kommen, aber inzwischen frage ich mich, ob dieser Preis zu hoch ist...Von außen betrachtet könnte man meinen, ich gehe erwachsen damit um, dass mein Exfreund zu meinem engsten Freundeskreis gehört. Das Problem: ich betrachte mein Leben nicht von außen, ich lebe es!Das bedeutet jedesmal, wenn ich ihn sehe, kommt mein Herz aus dem Takt. Heute hat es das schon wieder getan, ich hab mich erst gefragt warum und dann habe ich ihn bemerkt, wie er mich angeschaut hat, nur ein paar Meter entfernt. Er kommt auf mich zu und ich umarme erst meine Freundin, die neben ihm sitzt. Dann merke ich, dass er dasselbe erwartet, weil wir ja Freunde sind, aber es war so schrecklich. Ich konnte ihn nicht umarmen, hab mich weggedreht und bin gegangen. Niemand sonst im Raum hatte es bemerkt, schätze ich. Nur wir zwei.Ich bin mir nicht sicher, ob irgendjemand in meinem Leben verstehen kann, wie es ist, immer wieder nett zu dem Typen sein zu müssen, der einem das Herz gebrochen hat. Also gut, eigentlich zwingt mich niemand dazu, dies zu tun, wenn überhaupt, lediglich ich selbst. Ich sage ihm Hallo und dann setze ich dieses Lächeln auf. Wie heute, als er mich umarmen wollte. Ich bin mir unsicher, ob er die Falschheit dieses Lächelns bemerkt. Neutral. Distanziert. Kühl. Trotzdem auch freundlich, aber auf eine freundschaftliche und nicht vorwurfsvolle, anklagende, verletzte oder gar traurige Art. So versuche ich mein Lächeln aussehen zu lassen. Es soll mich schützen, weil ich am liebsten ihm lachend um den Hals fallen würde als wäre das alles nur ein Scherz gewesen. Aber mein Leben ist keine Komödie, es ist mein Leben. Einfach das was ich für die Realität halte. Eines ist mir noch klargeworden, dass ich an dieser Stelle gerne festhalten würde (es ist wichtig für mich): Ich habe gelernt, dass mein Leben auch keine Tragödie ist, sondern das, was ich daraus mache. Ich bin glücklich!

14.9.15 21:13

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