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Verlieren oder Gewinnen?

Zunächst einmal ein rießengroßes ENTSCHULDIGUNG!! Vor allem an alle diejenigen, die mir immer mal wieder ganz liebe Grüße hinterlassen haben in letzer Zeit (Pascale)
Ich habe das letzte Jahr viel Zeit damit verbracht meiner ZUkunft ein Stück näher zu kommen und nun endlich mein Abi in der Tasche und wieder etwas mehr Zeit, wobei das nur einer der Gründe ist, warum mich das Schreibfieber in den letzen Monaten nicht gepackt hat. Da sich nun viel angestaut hat, sind hier mal wieder ein paar meiner Ideen zu finden, wobei ich es natürlcih auch immer schön finde andere Meinungen zu den Themen kennernzulernen, nun aber los auf meine Gedankenreise...


Kennt ihr das: Wenn man all seine Energie, all seine Leidenschaft, all seine Hoffnung in ein Ziel steckt und dann haarscharf daran vorbeisegelt? Bestimmt.
So ging es mir vor ein paar Monaten erst, doch dann habe ich bemerkt, dass ich - ganz schleichend - an einen anderen Ort weitergesegelt bin, um das Bild von gerade eben weiterzuführen.
Wenn ein Plan sich nicht erfüllt, wenn ein Ziel nicht gelingt, ja selbst wenn man enttäuscht wird und die Hoffnung erstmal versiegt, selbst dann stürzen wir nicht in die Leere. Plötzlich findet man sich an einem Ort wieder, denn man - mit den ganzen anderen Sachen vor Augen - vielleicht nie gefunden hätte.
Ja, ich wollte mein Mathe-Abi mit 15 Punkten schaffen, das war mein Ziel und Nein, das hab ich verfehlt, aber erst dadurch ist mir klargeworden, dass ich meine anderen Charakterzüge (mal abgesehen von meiner wahrscheinlich recht ungewöhnlichen Vorliebe für Mathe) immer leicht vernachlässigt habe, quasi in den Schatten gestellt, doch warum eigentlich?
Manchmal hatte ich das Gefühl die Zukunft, die sich so ziemlich jeder erträumt (einen Job, der einem Spaß macht und vieles mehr) bekommt man nur, wenn man ein bestimmtes Ziel hat, einen Weg, eine Leidenschaft. Auf den ersten Blick hab ich selbst nicht erkannt, was mein Fehler war, habt ihr ihn entdeckt?
Das kleine Wörtchen „ein“ oder auch „einen“ und „eine“. Was ist so besonders an den paar Buchstaben, werdet ihr euch denken, deshalb verrate ich euch, was mir noch nie vorher aufgefallen ist, nämlich, dass man sich dadurch einsperrt und, dass man sich dadurch selbst in so viele Kisten steckt, sich selbst jeder Menge Chancen beraubt und einen Teil seines Charakters wegsteckt. Das kann doch unmöglich gut sein.
Warum also muss das sein, dass wir zu karrierefixierten Menschen erzogen werden, die alles für ihren Abschluss, ihre Klausur, ihren Job Irrelevante gleich abtuen und es in ihre Freizeit verbannen und selbst dann habe ich schon erfahren, dass es gar nicht so einfach ist aus seinen alten Mustern auszubrechen, die man sich selbst auferlegt hat.
Ihr merkt schon, dass Thema kann sehr abstrakte Formen annehmen, aber ich könnte noch immer so weiter sinnieren und schreiben und so meine Gedanken für euch und auch für mich festhalten, wobei ich oft bezweifle, dass auch nur ein dutzend diesen Text je zu Ende lesen wird, wenn doch danke schon mal, dass ihr meine Gedankengänge so interessant oder zumindest lesenswert findet!!
Nun möchte ich aber wieder auf mein Ausgangsthema zurückkommen: Man hat sein Ziel verpasst. Ganz unerwartet landet man jedoch nicht in der Ausweglosigkeit, vielmehr bekommt man die Chance seine vorherigen Ziele zu hinterfragen und natürlich gehört auch Enttäuschung zu jeder Niederlage dazu. Einen Menschen kann es aber auch viel weiterbringen, wenn er enttäuscht wird. Man - und ich spreche aus Erfahrung - muss weiterleben, mit sich selbst klarkommen und sich eingestehen, dass es nunmal nicht gereicht hat für den ersten Platz. Der strahlende Sieger steht neben einem und der hat ganz offensichtlich etwas, was man selber nicht hat, sonst würde man jetzt an dieser Stelle stehen. Mir persönlich hat das Angst gemacht. Ich war plötzlich in dem, was ich für meinen Bereich, meine Leidenschaft hielt nicht mehr die Beste. Lag das jetzt daran, dass mir der Wille gefehlt hat? Oder das Talent? Oder die Unterstützung? Ich musste mich fragen, war meine Leidenschaft wirklich meine Leidenschaft oder nur Bequemlichkeit, weil ich schon immer in diesem Gebiet gut war? Hatte ich mich selbst davon überzeugt Mathe zu mögen, einfach weil es mir schon immer leicht fiel?
Diese Zweifel haben bei mir am Ende nicht gewonnen, zum Glück. Ich habe erkannt, dass ich nicht immer die Beste sein muss, nur um etwas zu mögen und gerade durch den Verlust habe ich erst erkennen dürfen, wie viel mir Mathe (um bei meinem Beispiel zu bleiben) bedeutet. Und ich habe auch realisiert, dass nicht alle so denken wie ich, dass es Menschen gibt, die völlig leidenschaftslos ihren Weg bestreiten und trotzdem besser sind als ich. Ich habe jedoch gelernt damit umzugehen, denn ein Erfolg wird für sie nie das Gleiche wie für mich bedeuten. Sie haben vielleicht bessere Ausgangschancen, wenn ihnen nicht wie mir die Hände zittern oder mir flau im Magen wird, aber sie haben auch kein Hochgefühl, wenn man etwas versteht. Gerade bei den Dingen, die nicht gelehrt werden, sondern die einfach Intuition benötigen war ich nun im Vorteil, weil es bei mir immer um das Verständnis der Materie an sich ging und nicht darum ein Kapitel so schnell wie möglich zu beenden, ja das ist mein Resümee fürs erste: Man sollte viel weniger versuchen Kapitel zu beenden, sondern lieber mit seinem Geist und seinen Möglichkeiten in immer neue spannende Welten vordringen, auch wenn das vielleicht einmal nicht Klausurrelevant oder Rekordverdächtig ist, solange es einen nur interessiert ist es genauso wichtig wie alles andere, um auch als Mensch zufrieden zu sein und nicht nur als Arbeitsmaschine. Bei wem solch ein Interesse noch nie geweckt wurde, der steckt vielleicht einfach gerade noch in seiner Schublade und ist noch nie an seinen Grenzen vorbeigesegelt, wobei das ja auch nur meine Meinung darstellt, also bildet euch eure eigene falls ihr das lest!

8.11.16 23:14

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Pascale (9.11.16 19:31)
Mal wieder viele Grüße

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