belli.smith

-Das Leben-
 
 

Warum so egozentrisch?-Gedanken im Deutschunterricht

 

Nicht unbedingt eine der zentralen Fragen der Philosophie, aber wenn man es genauer bedenkt, beschäftigt es jeden Menschen. Man denkt irgendjemand würde mit einem sprechen, dabei hat er vielleicht die Person neben dir gemeint oder man bezieht einfach irgendetwas anderes auf sich und zieht daraus falsche Schlüsse. Wenn man dann seinen Irrtum erkennt fragt sich bestimmt der ein oder andere (wird vielleicht auch gefragt), warum man denn eigentlich jede Kleinigkeit auf sich selbst und sein Leben beziehen muss? Genau so ging es mir heute im Deutschunterricht, den folgenden Text habe ich währenddessen auf meinen Block gekritzelt, weil ich das donst nicht ausgehalten hätte:

Warum müssen Schulthemen sich eigentlich immer direkt mit dem Leben der Schüler beschäftigen? Oder geht das nur mir so, weil ich so dumm bin und wirklich aufpasse im Unterricht?

Jedenfalls kommen mir KÄLTE, LIEBE, GLÜCK, REALITÄT, BEZIEHUNGEN, PSYCHISCHE PROBLEME, EINSAMKEIT als Schlägwörter im Wortverzeichnis meines Lebens (inklusive der weniger schönen Seiten) sehr bekannt vor.

Bei manchen Sätzen meiner Mitschüler zucke ich unmerklich zusammen. Ich habe das Gefühl sie sprechen von mir (klingt egozentrisch, ich weiß. Erst nach ein paar Sekunden realisiere ich immer, dass es um unsere Schullektüre "Agnes" geht. 

Es ist irgendwie beängstigend, wie viele Parallelen zwischen den offensichtlich gestörten Hauptfiguren und einem selbst erkennbar, fast spürbar sind.

Und jetzt muss ich zum Glück wieder in die Realität, in der ich mich von meinen Problemen ablenken kann. In den Unterricht oder zu meinen Freundinnen Nephria und Beryll (Synonyme). Dann, endlich, werden meine Gedanken schweigen...

24.6.15 19:45

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